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März 2023

Sehr geehrte Damen und Herren,

in allen Branchen und Bereichen fehlen Fach- und Arbeitskräfte. Das Thema begegnet mir bei Gesprächen in Unternehmen, bei Besuchen in sozialen und medizinischen Einrichtungen wie auch in Behörden. Die Arbeitslosigkeit lag in Baden-Württemberg im Februar zwar mit 3,8 Prozent um 0,3 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Jahres 2022. Aber viele offene Stellen können derzeit nicht besetzt werden.

Demografie, Digitalisierung und Defossilierung führen zu strukturellen Änderungen der Wirtschaft und neuen Herausforderungen für die Beschäftigten. Der demografische Wandel  beinhaltet einen spürbaren Rückgang der inländischen Erwerbsbevölkerung. Die Arbeit lastet auf weniger Schultern als früher. Zugewanderte Kräfte müssen häufig erst Sprach- und Integrationskurse bewältigen, bevor sie zur Verfügung stehen. Die Umstellung auf digital gestützte Prozesse benötigt Kenntnisse und Kompetenzen, die auch erfahrenen Fachkräften eine ständige Bereitschaft zur Weiterbildung abverlangen. Auch die Transformation zu einer klimafreundlicheren Wirtschaftsweise fordert neues Know-how. Ohne gute Ausbildung, ständige Weiterbildung und Veränderungsbereitschaft aller Beteiligten ist das Problem des Fachkräftemangels nicht zu beheben.

Die Landesregierung hat bereits im Jahr 2011 die Fachkräfteallianz ins Leben gerufen. Das Forum mit über 40 Akteuren sucht  aus unterschiedlichen Perspektiven nach tauglichen Lösungen. Erstes Ziel ist es, das inländische Fachkräftepotential zu erschließen. Zum Beispiel durch die Inklusion von Personen mit besonderen Herausforderungen in den Arbeitsmarkt oder die Anpassung der Weiterbildung an deren Bedarf.

Obwohl die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 2006 bis 2022 rund 30 Prozent zugenommen hat – und zwar über alle Qualifikationsniveaus hinweg – bleibt die Fachkräftesicherung eine große Herausforderung, für die es leider keine „Patentlösung“ gibt. Die Politik bemüht sich nach Kräften, die Rahmenbedingungen für eine Verbesserung zielführend zu gestalten.

Hier finden Sie weitere Informationen des Wirtschaftsministeriums zur Fachkräftesicherung.

Herzliche Grüße,

Ihre


Sabine Kurtz MdL

Aus dem Wahlkreis und Baden-Württemberg

Waldkindergärten erfreuen sich großer Beliebtheit bei Eltern und Kindern

Erzieherinnen dringend gesucht

Der Fachkräftemangel ist auch in den Kindertagesstätten mehr als deutlich zu spüren. Viele Kindertagesstätten können deswegen ihre Betreuungszeiten nicht mehr aufrechterhalten. Das bringt Eltern, Land und Kommunen gleichermaßen in Sorge. Denn der seit 2013 geltende Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab Vollendung des ersten Lebensjahrs gilt zwar in erster Linie der kindlichen Frühförderung, hat aber auch maßgebliche Bedeutung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Es muss also gelingen, mehr Personen für das Berufsfeld zu gewinnen und vorhandene Fachkräfte im Beruf zu halten. Eine Absenkung des Mindestpersonalschlüssels kann nicht dauerhaft das Mittel der Wahl sein. Denn vergrößerte Gruppen bedeuten eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für das Personal. Das Berufsbild der Erzieherin und des Erziehers muss attraktiv bleiben. Das Land hat jetzt eine eigene Werbekampagne gestartet unter dem Motto Mehr bekommst Du nirgendwo, um für Berufe zur Begleitung und Bildung von Kindern zu werben.

Darüber hinaus wurden verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht wie die Kita-Einstiegsgruppe, der neue Bildungsgang Direkteinstieg Kita, die Möglichkeit, vorübergehend Fachkräfteanteile durch andere Kräfte zu ersetzen, u.v.m.

Sehr erfolgreich ist die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA). Seitdem es neben der schulischen Ausbildung auch eine duale Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher mit entsprechender Ausbildungsvergütung gibt, entscheiden sich auch öfter junge Männer für den Beruf.

In Baden-Württemberg befindet sich eines der größten zusammenhängenden Streuobstgebiete Deutschlands

Obst-, Wein- und Gartenbauvereine verbinden Tradition und Moderne

Anfang März ist meteorologischer Frühlingsanfang. Wir alle freuen uns auf wärmere Temperaturen und auf Gärten, die in voller Blüte stehen. Wer bereits einen eigenen Garten besitzt, kann sich glücklich schätzen, denn Schrebergärten sind Mangelware und lange Wartezeiten keine Seltenheit. Das Gärtnern erfreut sich steigender Beliebtheit und der Landesverband für Obstbau Garten und Landschaft e.V. (LOGL) kann immer wieder Neugründungen von Vereinen verzeichnen – auch im Landkreis Böblingen. 
Seine Geschäftsstelle hat der LOGL jetzt übrigens von Stuttgart nach Weil der Stadt verlegt.

Durch den Klimawandel steht auch die Gartenarbeit vor neuen Herausforderungen. Nicht selten gilt es, die Bepflanzung umzustellen, damit Trockenheit und Wetterextreme ihr nichts anhaben können. Außerdem soll das heimische Grün insektenfreundlich ausgestaltet werden. Im Kreis Böblingen steht auch die Pflege der Streuobstwiesen ganz oben auf der Agenda. Deren Erhalt wird angesichts des Pflegeaufwands, des Flächenbedarfs für Siedlungszwecke, der niedrigen Preise beim Verkauf des Obstes und neuerdings auch durch Verbote von Pflanzenschutzmitteln immer schwieriger. Gerade bei Steinobst wie Kirschen und Zwetschgen, die das Landschaftsbild z. B. am Schönbuchrand prägen, gilt bisher ein Minimum an Pflanzenschutzmitteln als unabdingbar.

Beim diesjährigen Obst- und Gartenbautag des Landkreises Böblingen, der im Februar in Leonberg-Höfingen stattfand, stand jedoch die Freude über die schmackhaften Apfel- und Mischsäfte aus heimischem Streuobst im Vordergrund. Als Jurymitglied durfte ich mich an der Prämierung der Kostproben beteiligen.

Baden-Württemberg plant ein ganzheitliches Tierschutzkonzept

Tierschutz geht uns alle an

Beim Kauf von Fleisch achten die Verbraucherinnen und Verbraucher seit Jahren verstärkt auf Regionalität und Tierwohlkriterien. Das Fleisch soll nicht nur geschmacklich sondern auch ethisch einwandfrei sein. Der Lebensmitteleinzelhandel hat darauf bereits reagiert und verschiedene Qualitätskennzeichen entwickelt. Nun will die Bundesregierung ein einheitliches Tierhaltungskennzeichen einführen, das bundesweit anzeigt, aus welcher Haltungsform die Tiere stammen.

Die Landesregierung unterstützt grundsätzlich diese Initiative. Sie arbeitet selber an einem ganzheitlichen Tierschutzkonzept, das Heimtiere, Nutz- und Versuchstiere umfassen soll. Auch vom Bund erwarten wir ein umfassendes Qualitätskennzeichnungskonzept. Bisher beziehen sich die Pläne nur auf frisches Schweinefleisch. Die Ferkelzucht, der Tiertransport und die Schlachtung bleiben bei diesem Kennzeichen bisher leider unberücksichtigt.

Alle Menschen, die mit Tieren umgehen, übernehmen Verantwortung und können dies durch entsprechendes Handeln zum Ausdruck bringen. Auch die Verbraucher müssen ihren Beitrag zu einem verbesserten Tierwohl beitragen und einen höheren Preis beim Kauf von Fleisch akzeptieren.

Resolution gegen die BDS-Bewegung

Gemeinsam mit einem breiten Bündnis hat die CDU-Landtagsfraktion eine Online-Resolution gegen die BDS-Bewegung und gegen Antisemitismus gestartet. Die BDS-Bewegung ist eine international agierende, antizionistische und antisemitische Gruppierung von Menschen, die offiziell das Existenzrecht des Staates Israel in Frage stellt und ihm mit Boycott, Desinvestitionen und Sanktionen schaden will. Vorgeblich geht es ihr um die Unterstützung der Palästinenser. Tatsächlich agiert sie auf vielen gesellschaftlichen Ebenen israelfeindlich und schürt Antisemitismus auch bei uns im Land. Um auf diese Bewegung aufmerksam zu machen und vor dem von ihr verbreiteten Geist zu warnen, hat die CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit dem Beauftragten der Landesregierung gegen Antisemitismus, Dr. Michael Blume, sowie den Israelitischen Religionsgemeinschaften Baden und Württemberg diese Erklärung auf den Weg gebracht. Setzen Sie mit uns und vielen anderen Unterzeichnerinnen und Unterzeichnern ein klares Zeichen gegen Antisemitismus. 

Hier können Sie die Online Resolution einsehen und unterzeichnen.

Terminhinweise

16.03.2023 – 18.00 Uhr
Bericht aus dem Landtag gemeinsam mit Dr. Matthias Miller MdL.

Die Zugangsdaten für Zoom lauten:

https://us06web.zoom.us/j/81033012106?pwd=MzI4aHpFajAxblBQeUQ0WDVYdkNSZz09M

Meeting-ID: 810 3301 2106
Kenncode: 408593

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25.03.2023 – 20.00 Uhr
Benefiz-Gala des Rotary-Clubs Leonberg-Weil der Stadt  mit dem Sinfonieorchester Leonberg.
Ort: Stadthalle Leonberg.

Mit dem Besuch des Konzerts unterstützen Sie die Hospiz-Arbeit in Leonberg und Weil der Stadt.

Tickets gibt es unter:
www.easyticket.de/rotary-benefiz-gala


Weitere Informationen finden Sie hier